Montag, 17. November 2014

Wolfs letzter Tag von Oliver Bantle



Kurzbeschreibung 


Ein gutes Leben und sein Ende

Wolf verabschiedet sich von seinem Rudel. Er zieht ins Moor, um dort zu sterben. Auf seiner letzten Wanderung erinnert er sich an das, was sein Leben reich und satt gemacht hat:
Freundschaft und Liebe.
Trauer und Hoffnung.
Macht und Sehnsucht.
Freude und Schmerz.
Am Abend erreicht er das Moor und erlebt eine Überraschung ...

Verlag: Tigerbaum
Seiten:  116 Seiten 
Buchreihe: nein
ISBN: 978-3-981-517286
Erscheinungstermin: August 2014
Preis  € 12,80 

Widmung des Buches
Für meinen Bruder
Martin Bantle
(gestorben 20. Mai 1963)

für meine Großeltern

Edwine Kull
Willy Bantle

Mathilde Kaiser
Oskar Däggelmann

und für die Dresdner Zwillinge
(gest. Sommer 1992)

Der erste Satz
"Wolf öffnet die Augen."

Cover/Gestaltung
Eine sehr schöne Darstellung eines Wolfes, der über den grünen Untergrund läuft....

Meine Meinung über das Buch
Ein Lebenskunst-Roman, als solcher wird dieser hier tituliert. Und da kann ich nur zustimmen. Eine wunderschöne Geschichte des Leitwolfes, Wolf, der den letzten Tag seines Lebens erlebt und der sich - nach Verabschiedung von seinem Rudel - ins Moor zum Sterben zurückzieht.

Auf seiner Wanderung dorthin trifft Wolf viele Tiere, die ihm Fragen stellen, wozu sie im Normalfall - denn bei einem sonstigen Zusammentreffen hätte er sie naturgemäß gejagt - nicht in der Lage gewesen wären. Zu diesen Tieren zählen u. a. ein kleines Mäuschen, ein Artgenosse und eine Eule.
"Die Vögel zwitschern. Der Wind pfeift. Der Bach blubbert. Die Bienen summen. Die Mäuse piepsen. Das ganze Getöse eben, das die Welt erfüllt."
"Respektiere ich mich, begegnet man mir mit Respekt. Bin ich ehrlich zu mir, sind es die anderen auch - so gut sie das eben können." 
Viele kleine Lebensweisheiten findet man in dieser Fabel, in der Wolf sein Lebensende auf sich zukommen fühlt - wovon man einiges auf die menschliche Realität gut übertragen kann. Die Vorstellung, sein Lebensende einen Tag lang bewusst vorherzusehen und sich von allem/allen verabschieden zu können, ist auf ihre Weise sehr schön und auch gleichzeitig erschreckend. Hier besteht die Möglichkeit, die sich fast alle Menschen wünschen, nämlich genau die Gedanken und Gefühle noch einmal ausdrücken zu können, bevor es zu spät ist und sie somit für die Hinterbliebenen ungesagt bleiben würden. Was aber gleichzeitig auch Angst einflössend wirkt, da man sich auf etwas vorbereitet, von dem man einfach nicht genau weiß, wie es sein wird.... 

Schön finde ich auch die Begebenheit, dass Wolf beim Übergang vom Leben zum Tod von einer Schlange begrüßt wird, die ihm trostspendende Worte seiner Eltern, Großeltern übermittelt, die ihm seine Angst ein wenig nehmen. Denn trotz seines Leitwolfdaseins ist er selber in Anbetracht des Todes ehrfürchtig und etwas beängstigt. 

Der Roman "Wolfs letzter Tag" ist ein kleines, tiefgründiges Büchlein, dass uns bewusst macht, wirklich wichtige Dinge des Herzens immer in den Vordergrund zu stellen - und zu handeln, ehe es dafür zu spät ist! Denn das ist sicherlich ein wichtiges Lebensziel....

Über den Autor
Oliver Bantle arbeitete als Reporter beim Südwestfunk, als Ressortleiter der Dresdner Neuesten Nachrichten und als Redakteur der Süddeutschen Zeitung. Er gehörte zur Gründungsmannschaft der Online-Ausgabe Süddeutsche.de, baute die Politikredaktion auf und leitete sie.

Inzwischen lebt Oliver Bantle als Autor in Freiburg im Breisgau.
Die Rechte seiner Bücher im Tigerbaum Verlag werden von The Wittmann Agency vertreten.

 Mein Fazit
Dieser philosophische Lebenskunst-Roman rückt die wirklich wichtigen Dinge im Leben nochmals ins rechte Licht...und gibt uns einige Denkanstöße, unsere Richtung nochmals zu überprüfen!

Kommentare:

  1. Oh, das muss ich mal meine Freundin anhauen, die lebt in Freiburg/Brsg. ;-))) vlt ist sie ihm ja schon mal begegnet, dem Autor nicht dem Wolf.. wobei jetzt im Winter! Ich merke, ich lese zu wenig.. aber zur kalten Jahreszeit werden es wieder mehr, auch weil ich mir welche zu Weihnachten wünsche, die lese ich dann eigentlich immer sehr zügig! ;)
    Liebe Grüße
    Franzi

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    1. Wer weiß, wo die Wölfe doch nun wieder auf dem Vormarsch sind ;-)
      Der Autor wirkt jedenfalls auch sehr sympathisch - obwohl ich ihn in Wirklichkeit natürlich auch noch nicht gesehen habe!!
      Liebe Grüße,
      Olivia

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