Montag, 18. November 2013

Rezension "Der Sarg" von Arno Strobel


Kurzbeschreibung (Quelle)
»Sie konnte nicht einordnen, was diese Schwärze zu bedeuten hatte. Aber sie war überall. Und es gab keinen Ausweg.«

Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt mehrere Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch wenn ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat Eva, eine erfolgreiche Geschäftsfrau Mitte 30, einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf. Gefangen, hilflos, panisch. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg hineingekommen ist, und später nicht mehr, wie sie ihn wieder verlassen hat. Doch irgendwann ist es vorbei, sie ist frei, liegt in ihrem Bett. Und bemerkt die Blutergüsse und Kratzspuren an Händen, Armen und Beinen …


Verlag: Fischer Verlage
Seiten: 384
Buchreihe: nein
ISBN 978-3-596-19102-4
Erscheinungstermin: 10.01.2013 
Preis  € 9,99 

Widmung des Buches...
Für dich

Der erste Satz
Eva erwachte in vollkommener Dunkelheit.

Cover/Gestaltung
Dunkel. Im Sarg….mehr muss man sicherlich nicht dazu sagen….

Meine Meinung über das Buch
Also zunächst einmal muss ich sagen, dass ich dieses Buch irgendwann einmal meiner Schwester geschenkt habe, da uns beide die gleiche Angst verbindet - nämlich davor, lebendig begraben zu werden. Klar, werdet Ihr sagen, diese Angst haben wir doch eigentlich alle. Aber ich denke, dass sie bei uns beiden sehr stark ausgeprägt ist, aus welchen Gründen auch immer. Das nur kurz vorweg. 

Im übrigen spielt dieses Buch auch noch in Köln, wo auch wir "unser Unwesen treiben" ;-).
Nun denn, als ich das Buch mit diesem Titel in der Hand hielt, MUSSTE ich es meiner Schwester einfach kaufen! 

Und mittlerweile habe auch ich es durchgelesen und muss gestehen, dass ich mehr als einmal heftig schlucken und tief durchatmen musste, weil diese Geschichte über  meinen absoluten Horror auf einmal so lebendig war und man an vielen Stellen immer wieder merkte, dass es sich um keinen Traum der Protagonistin handeln konnte - worauf ich die ganze Zeit hoffte…. - sondern es gab eindeutige körperliche Hinweise darauf, dass sich dies in der Realität abgespielt hatte. Erschreckend!!!

Ich konnte es kaum aushalten, so sehr war ich gefesselt von diesem Buch. Mit meinen Ängsten hat der Autor, Arno Strobel, sich also bestens auseinandergesetzt und mir einen Blick in wirklich tiefe Abgründe der menschlichen Seele ermöglicht…..ein absolutes Gräuel… Und es hat selbstverständlich nicht wirklich dazu beigetragen, meine Ängste in dieser Form zu reduzieren….!

Da hier meine eigene Ur-Angst im Vordergrund steht, kann ich dieses Buch nicht ganz so objektiv beurteilen - trotzdem habe ich es so empfunden, dass das Ende auf spezielle Art und Weise vorhersehbar und "unrund" war.

Also für alle diejenigen, die der gleichen Angst wie ich unterliegen und die sich ihr eigentlich sehr ungern stellen, da der Nervenkitzel einfach zu groß und kaum auszuhalten ist, für alle diejenigen ist es sicherlich ein absolut spannender Thriller, den ich sehr empfehlen kann. Und alle anderen müssen dann doch selber entscheiden, ob sie denn ebenfalls eine Auseinandersetzung mit diesem Thema reizt.

Über den Autor
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitet heute bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mit dem Schreiben begann er im Alter von fast vierzig Jahren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier.

Meine Bewertung
4 von 5 Punkten….(Abzug wegen dem leider nicht so gelungenen Ende)

Kommentare:

  1. Das Buch ist auch ein Bestseller, oder? jedenfalls liegt das immer ganz weit oben und nah-- und fällt einem gleich ins Auge.. habe es mir auch noch nicht genauer angeschaut, weil der Titel "Der Sarg" ja schon gruselig klingt.. Punktabzug, also landet jemand im Sarg... whaaaa.... das ist auch so ein Gruselthema.. ich ging mal an nem Friedhof vorbei und da war ein Grab eingesackt und dne Sarg hat man halb gesehen, ich finde das so gruselig und habe großen Respekt davor, was die Friedhofsgärtner und Bestattungsunternehmer leisten.. ich könnte es nicht....
    Liebe Grüße

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    1. Was für ein Horrorerlebnis hast du denn hinter dir, ist ja furchtbar. Ich wäre bestimmt verrückt geworden…. Auch ich habe einen riesigen Respekt vor den Friedhofsgärtnern und vor Bestatten sowieso - ich wäre besser Klageweib geworden….
      LG
      Olivia

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    2. Mir reichen schon Beerdigungen. Ich war immer nur dabei, wo die Trauerlieder gesungen worden sind, danach geht es ja in Reih und Glied entweder zur Beerdigung oder zur Bestattung. Das musste ich bisher nur bei einem Familienmitglied machen, direkt hinter den Sargträgern... und dann schaut man in diese große Erdloch, wo dann der Sarg hinabgelassen wird... ist doch furchtbar und mir kommen dann immer so schreckliche Gedanken...

      Bei uns hier gabs auch mal ne Geschichte. Ein Feuerteufel führte sein Unwesen, setzte Wälder usw. in Brand, bis sie herausgefunden haben, es war einer von ihnen, ein Feuerwehrmann, der ist der Sohn eines großen Bestattungsunternehmens und war wahrscheinlich damit so psychisch von klein auf belastet mit Beerdigungen und überhaupt an dem ganzen "Geschehen", dass sich das Jahre später so ausgewirkt hat. Bei den Bränden ist niemand zu schaden gekommen, aber sowas ist natürlich auch. Konnten die Eltern ihm wohl nicht fernhalten, wenn sie tagtäglich damit zu tun hatten.

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    3. Wahnsinn - aber irgendwie auch nachvollziehbar oder? Wobei man in der Regel davon ausgeht, dass die meisten Leute dann eher abgeklärt an die Sache herangehen.. Der arme….!
      Beerdigungen finde ich immer wieder aufwühlend - gerade durch die Lieder…!

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  2. Oh oh das wäre kein Buch für mich, ich würde nicht mehr schlafen können. Aus diesem Grund möchte ich verbrannt werden.
    Liebe Grüße

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    1. …Ich auch. Und vorher sollen bitte noch meine Organe gespendet werden, dann bin ich auch wirklich mausetot!!!

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