Dienstag, 4. Februar 2014

Rezension "Saeculum" von Ursula Poznanski


Kurzbeschreibung (Quelle)
Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter – ohne Strom, ohne Handy –, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.
Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.

Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?

Verlag:  Loewe
Seiten: 381 Seiten
Buchreihe: nein
ISBN: 978-3-7855-7783-7
Erscheinungstermin: 2013
Preis  € 9,95 (Taschenbuch)
Widmung des Buches...
Für meinen Vater, der den Wald geliebt hat, und für meine Tante und meinen Onkel, die ihn uns zu einem besonderen Orte gemacht haben.

Der erste Satz
"Bastian hörte das Klirren der Schwerter schon von Weitem."

Cover/Gestaltung
Ein schwarz-weißer Blick von unten in die Baumwipfel hinauf - was gut zum Thema des Buches passt.

Meine Meinung über das Buch
Von Anfang an war ich von Saeculum total gebannt - hier wurde eine solch spannende Atmosphäre geschaffen, die ich einfach nicht vollständig durchblicken konnte. Ich konnte es kaum erwarten, das Ende des Buches zu erfahren. Doch hier findet in meinen Augen dann auch der Haupt-Schwachpunkt des Buches statt….denn das Ende scheint mir einfach zu konstruiert, es passieren auf einmal so viele Dinge gleichzeitig, die mir definitiv zu viel und auch zu überzogen waren.

Das eigentliche Thema des Buches, Rollenspiele - die hier inmitten des Waldes bei einem "Mittelalter-Event" stattfinden - hat mir sehr zugesagt und besitzt durchaus aktuellen Bezug, da sich heute viele (junge) Leute in Rollenspielen wieder finden und gerne an solchen teilnehmen. 

Ich fühlte mich oftmals an eine Hochzeit von Freunden erinnert. Denn sie haben damals auf einer alten Burg(Ruine) geheiratet und sich passenderweise zu diesem Rahmen von uns Gästen keine Geschenke erbeten, sondern nur, dass wir alle in mittelalterlichem Gewande dort auflaufen sollten. Was gewissermaßen von der Organisation und den Kosten her gar nicht so einfach war…. Aber alles in allem war es ein sehr gelungenes Fest, bei dem auch viele Gaukler, Schausteller aus dem "Mittelalter-Mileu" ganz perfekte Rollen spielten. Natürlich hatte ich nun beim Lesen von Saeculum diese Erinnerungen oftmals direkt vor Augen….

Doch zurück zum Buch: Die Szenen im Wald - in denen einige Personen plötzlich wie vom Erdboden verschluckt zu sein scheinen - waren absolut spannend und haben dazu beigetragen, dass ich nun noch weniger abends in völliger Dunkelheit in den Wald gehen würde, als es vor Lesen des Buches schon der Fall war….

Trotz des relativ schwachen Endes ist dies ein klasse (Jugend-)Buch, das ich schnell sehr gespannt durchgelesen habe. 

(Eine Frage wurde meiner Meinung nach auch nicht geklärt - denn Bastian wird kurz vor Beginn des Mittelalter-Events telefonisch von jemandem gewarnt, er solle nicht an diesem Spektakel teilnehmen…. vielleicht habe ich es auch nur überlesen, aber ich weiß bis jetzt nicht, wer denn der ominöse Anrufer war….- wisst Ihr das vielleicht?????).

Über die Autorin
Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands und schreibt zudem Thriller-Bestseller im Erwachsenenbuch. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

Meine Bewertung
3 von 5 Punkten… 

Kommentare:

  1. Mir hatte das Buch sehr gefallen und dass die Leute einfach so verschwunden sind im Wald hat bei mir auch für totale Spannung gesorgt.
    Das Ende ist zwar ganz anders als erwartet und es passiert wirklich ziemlich viel auf einmal, aber das hat mich nicht gestört. Bei mir gab es trotzdem die volle Punktzahl.
    Wer das jetzt war mit dem Anruf weiß ich leider auch nicht mehr.
    Vielleicht kommt ja noch jemand anderes drauf...
    Liebste Grüße ♥
    Nora

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    1. Danke aber für's Nachgrübeln !!!
      Ich wünsche Dir einen tollen Tag, liebe Grüße,
      Olivia

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